Gedichtband „Momente des Abschieds“

Endlich habe ich meine Gedichte aus einer dunklen Zeit veröffentlicht. 

Es ist eine besondere Herausforderung, meine Traurigkeit offen stehen zu lassen. Wie viele Menschen gibt es, die verstehen, dass es Zeiten gibt, wo sie immer mitschwingt, sie mein ständiger Begleiter war?

In sieben mageren Jahren, die mit dem Tod des Vaters begannen und mit dem der Mutter endeten, kamen Wörter zu mir. Heute scheinen die Schatten von damals verschwunden. Inzwischen wurden sie ein integraler Bestandteil. Abschied zeichnete diese Zeit meines Lebens auf vielfältige Weise.

Ich sammelte Wörter.

Wörter halfen zu überleben.

Eines Tages stellte ich fest, dass vieles in der Tiefe schlummerte, bis die Kraft zum Wachsen erreicht war, die ersten Triebe auftauchten und ließen mich wie eine Pflanze wieder dem Licht zustrebte.

Ich will die dunklen Zeiten nicht vergessen, sie sind ein Teil von mir, wie die heiteren auch.

Meine stillen „MOMENTE DES ABSCHIEDS“

Ganz privat, ganz allein, viel zu intim sind sie, um sie anderen in die Hände zu legen, deshalb wollte ich dieses kleine Büchlein im Eigenverlag zum Leben erwecken.

Bestellen kannst du sie direkt bei mir. Schick mir einfach eine Nachricht.

Gut Ding braucht Weile: Gedichtband „Momente des Abschieds“

Eine meiner Leidenschaften, das Schreiben, ist heuer gänzlich zu kurz gekommen.

Endlich habe ich meine Gedichte aus einer dunklen Zeit veröffentlicht. Das Design war bereits im vergangenen Jahr fertig, die Bilder ausgesucht.

Es ist eine ganz eigene Herausforderung für mich, meine Traurigkeit offen stehen zu lassen. Wie viele Menschen gibt es, die verstehen, dass es Zeiten gibt, wo sie immer mitschwingt?

In sieben mageren Jahren, die mit dem Tod des Vaters begannen und mit dem der Mutter endeten, kamen Wörter zu mir. Heute scheinen die Schatten von damals verschwunden. Inzwischen wurden sie ein integraler Bestandteil. Abschied zeichnete diese Zeit meines Lebens auf vielfältige Weise.

Ich sammelte Wörter.

Wörter halfen zu überleben.

Eines Tages stellte ich fest, dass vieles in der Tiefe schlummerte, bis die Kraft zum Wachsen erreicht war, die ersten Triebe auftauchten und ließen mich wie eine Pflanze wieder dem Licht zustrebte.

Ich will die dunklen Zeiten nicht vergessen, sie sind ein Teil von mir, wie die heiteren auch.

Meine stillen „MOMENTE DES ABSCHIEDS“

Und zwar ganz privat, ganz allein, zu intim, zu sensibel, um sie anderen in die Hände zu legen, wollte ich dieses kleine Büchlein zum Leben erwecken.

Im ebook wirbelt es meine Bilder durcheinander, die Wörter nicht. Die Gedichte sind geblieben wie sie waren.

Ein Auswahl der Gedichte und Fotos kannst du hier nachlesen.
Bestellen kannst du sie hier.
Oder direkt bei mir. Schick mir einfach eine Nachricht.

Hitze

ich falle durch ein endloses Universum.
kann nicht sehen,
wo es beginnt und wo es endet.

ich fliege als Wolke,
die niemand berühren kann.
manchmal unsichtbar, nicht existent.

ich fliege über Berge.
das wildeste Gewitter versucht,
meine Tränen als Hagelkörner niedergehen zu lassen.

ich fliege als Wind,
über das Meer mit nichts, um mich anzuhalten,
und trinke eine neue Flasche mit frischen Tränen.

ich fliege über die Wüste,
die Hitze brennt
und ich hoffe, ich vergehe.

auf der sinnlosen Suche
wie ich vernichten könnte,
was ich fühle.


Aus dem Gedichtband Momente des Abschieds.

Tränenmeer

ich frage mich,
woher all die Tropfen fallen,
die über meine Wangen gleiten?

ist es meine Wolke,
die sich aus dem bildete,
was ich vergessen wollte?

oder sind es unser aller Träume
die nicht mehr wussten,
wie sie zu träumen sind.

all das Verdrängte stieg zum Himmel,
und die Wolke wurde dichter und dunkler,
bis der erste Tropfen fiel.

als ich zu weinen begann,
wusste ich nicht mehr,
wann ich je wieder aufhören würde.

und nun weine ich,
weil ich nichts anderes weiß,
bis die Wolke geleert und das Meer gefüllt.

langsam lerne ich,
in meinen Gefühlen zu schwimmen,
ich treibe darin, um dann wieder aufzutauchen,

und gebe allem Vergessenen,
das verloren war,
einen Raum der Geborgenheit.


Aus dem Gedichtband Momente des Abschieds.

mein Regenbogen

meine Tränen von heute,
sind mein Regenbogen.

sie bringen Farbe in mein Leben,
trösten mich, wenn ich traurig bin.

sie fallen in die Tiefe
des gefrorenen Lächelns von gestern.

sie springen in Kaskaden über meine Wangen,
wenn das Lachen mich überfällt.

ich lasse sie fließen,
weil ich meinen Schmerz sehe.

sie, die wie Tautropfen entstehen,
um alte Erinnerungen mit frischem Wasser zu beleben.


Aus dem Gedichtband Momente des Abschieds.

das andere Land

ich bin ganz nah bei mir.
da, wo alles seinen Anfang nimmt
und alles enden wird.

da, wo nur mein Gefühl zuhause ist,
da ist soviel Wunderbares,
aber auch so viel Schmerz.

langsam bekomme ich eine Idee,
wer ich bin,
ohne Mantel der Verleugnung.

ich bekomme Angst,
dass ich nicht mehr weiß,
was tun. die Stimme bricht.

warum nur schmerzt so Vieles,
an diesem Platz ohne Worte,
im Meer der Gefühle?

es geht tief hinunter
in ein unbekanntes Land,
das klarer nicht sein könnte.

die Erinnerung an dieses Land
wurde mir ausgetrieben,
als ob es böse wäre.

es ist so ungeheuer gewaltig.
es ist so unendlich klein.
alles und nichts.

ich bin es nicht mehr gewöhnt
so zu spüren.
noch immer schnapp ich nach Luft.


Aus dem Gedichtband Momente des Abschieds.