noch ein paar Bäume von Mammoth Hot Springs

Bei diesen Bildern habe ich erkan­nt, wie sehr sich die Land­schaft ändert. Egal, wann genau es passierte, aber diese Bäume haben gelebt, gut und glück­lich, bis der Boden zu heiß wurde oder die Quellen, alles Leben aus ihnen her­aus saugten. Ein­er mein­er coolen Hosts erzählte mir, dass es völ­lig anders aus­sah, als er als 5‑Jähriger in den 1950er Jahren dort war. Ich brauchte einige Zeit, bis ich ver­stand, dass es noch nicht lange her sein kann, dass sich diese For­ma­tio­nen bilde­ten. Denn die Bäume wür­den ja bald ver­rot­ten. Allerd­ings habe ich solche Stümpfe auch noch beim Mt.St.Helens gese­hen, sie kön­nen also lange ein­fach nur rum­ste­hen.

Bei den Bildern von den Mud Vol­cano kannst du grüne Wiesen mit toten Bäu­men sehen, die wie zufäl­lig herum liegen. Hier wurde der Boden so heiß, dass die Bäume abstar­ben, die Schwe­feldämpfe kon­nten sie noch verkraften, doch die Tem­per­a­turen waren zu viel.

Übri­gens Yel­low­stone kann man riechen. Über­all, wo es Quellen gibt, hin­ter­läßt der Schwe­fel seine Spuren. Noch bevor ich Dampf­schwaden sah, roch ich die faulen Eier. Doch die Nase ist gnädig, sie gewöh­nte sich daran, es wurde milder.

Cabin at Mammoth Hot Springs

Als ich mir langsam klar wurde, dass ich Yel­low­stone besuchen will, hat­te ich noch keine Vorstel­lung wie groß der Nation­al­park ist. Zu allem Über­druss zeigte mir mein GPS auch falsche Dat­en an, doch ich war mis­strauisch, irgen­det­was stimmte nicht. Dieses Mis­strauen war gut, denn die Spezial­ität ganz im Nor­den von Yel­low­stone ist gute 3 Stun­den von Cody ent­fer­nt, aber nur wenn keine Pausen gemacht wer­den und alles andere links liegen gelassen wird. Das wollte ich nicht und an den vorherge­hen­den Beiträ­gen siehst du auch, dass es gut so war.

Noch viel mehr Glück hat­te ich aber, dass ich noch ein Zim­mer bzw. diese Cab­in bekam. Ich hat­te keine Vorstel­lung wie aus­ge­bucht die Unterkün­fte inner­halb des Nation­al­parks im Som­mer sind. Und im Gegen­satz zum let­zten Mal hat­te ich dies­mal kein Zelt dabei. Nur einzelne Tage wären für die näch­sten 2 Monate zu haben. Die näch­st­gele­ge­nen Städte sind Gar­diner im Nor­den — bere­its in Mon­tana — und im West­en Yel­low­stone, direkt beim West­ein­gang. Aber irgend­wie war mir das in mein­er Spon­tan­ität alles zu viel. Ich war froh um die Hütte, wo ich mich eigentlich auf frem­den Staats­ge­bi­et befand, denn die Gegend gehört eigentlich den Uini­ta-Zieseln. Unter meine Hütte führten unzäh­lige Löch­er, die hochschwangern Weibchen wichen den frechen kleinen Män­nchen, die sich nicht scheuten auch mich anz­u­fauchen, als ich mir erlaubte, mein Aben­dessen auf der Porch einzunehmen. Die Stan­gensel­lerie fand das freche Män­nchen nicht wirk­lich span­nend, doch am Mor­gen war alles weg.

Ver­rat­en werde ich diesen Zieseln sich­er nicht, dass mich ihr Warn­ruf echt schreckt. Wie immer bekomme ich Angst, dass sie mir (auch aus Angst) ein­fach direkt ins Gesicht sprin­gen. Zu unberechen­bar sind mir diese Kumpane.

mg_9006Und zum Abschluss noch ein Self­ie, das habe ich aber erst am näch­sten Tag geschossen, damit du einen Ein­druck bekommst, was auf dich wartet.

Mammoth Hot Springs

Ich war müde am Abend von den vie­len Ein­drück­en, aber auch vom Fahren, schließlich hat­te ich 2 Pässe über­quert und eine anspruchsvolle Bergstraße, bei der mir sehr bewusst wurde, dass ich meine Fern­sicht­brille zuhause vergessen hat­te und auch wenn es nur wenig Diop­trien sind, müde sind es fast immer zu viele. Selig schlief ich früh ein, wachte früh auf und machte mich auf einen lan­gen Tag gefasst.

Bei der Auswahl der Bilder tat sich bei mir nun blankes Entset­zen auf, zu viel des Guten… doch ich möchte, die Mam­moth Hot Springs nicht auf 2 Ein­träge aufteilen, also schau selb­st.