a so a plag

a so a plag

s’kannt alls so leicht sein
und trotzdem isch’s so schwierig
du woasch,
dass es leben manchmal a so a plag isch
und du moansch,
wenn di nur ducksch, geht alls vorbei

und dann lehnsch di zruck
in dein lehnstuhl des alltags
und schauklsch vor und zruck
und’s isch so gmiatlich und ganz fein
und d’sonn scheint eina und alls isch guat
und dann isch’s da,
s’gwitter und da blitz schlagt ein
und du denksch da
a so a schass, wia eintretn
jetzt fangt’s scho wieda an, de plag
wann hearschn wieda auf, du blede plag
kannsch nit a ruah gebm,
dauernd fangsch wieder an, du bschissene plag
dann schaug i halt hin
in gotts nam, isch scho guat, du läschtige plag
i horch da eh scho zu
a wenn i nit mag,
kanntesch nit morgen kemmen
oder gar übermorgen
oder überübermorgen, du depperte plag
iatz kimmsch scho zum 100.mal
du bisch ja no schturer wia i, du verdammte plag
scho recht, i woass eh,
dass mia ghearsch ganz alloan
di gibt’s nua fia mi
und dia isch nix z’bled fia mi
dann setz ma uns halt hin auf’s bankl der zeit
und schaugn eini ins land
und du fangsch an zum d’azähln,
die gschichtn aus meim leben, wie du sie sigsch
und du redsch mit mein herzen,
meim kopf und meim bauch
und’s wurdelt mi auf und i woass nit recht
i lass di halt sitzen und schlafn neben mia
und a tag geht eini ins land und a monat und a joahr
inzwischen samma freind, mei plag und i
und hab vergessn, warum i plag sag zu dia.

Aus dem Gedichtband
„nia z’viel gfühl“