auch Gelbsenf genannt. Ich wunderte mich über diese Pflanze, die im November und Dezember auf den Feldern zu sehen war, auch über die seltsam geknickten Pflanzen.

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Wir hatten heuer nicht sehr oft Frost, denn sonst hätte ich dies öfter gesehen, auch waren es nicht sehr viele, die blühten. Denn wie ich jetzt weiß, ist deren eigentliche Blütezeit im Juni und Juli. Ich wunderte mich, bis mir eine Freundin sagte, es könnte sich um Senf handeln, der als Gründünger angebaut wird.

Senf werden oft als bodenbedeckende Zwischenfrucht im Spätsommer ausgesät, um die Auswaschung von Nährstoffen – insbesondere Nitrat – zu verhindern oder zu reduzieren. Die Pflanzen verbleiben dann als Gründüngung zur Humusanreicherung und zum Erosionsschutz auf dem Acker, vielfach werden sie eingearbeitet. Und genau das passierte jetzt im Januar.

Köhler, H. A.; “Köhler’s Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen und kurz erläuterndem Texte (1883-1914)
GFDL by Kurt Stueber
Quelle: www.biolib.de

Links:

Senf als Gründünger – durch den Frost geknickte Pflanzen
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