Australien on the road

und es geht weiter bis nach Alice Springs

Am näch­sten Tag ging’s nach Coober Pedy und die Strassen­schilder wur­den immer span­nen­der,
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der Name bedeutet: weißer Mann im Loch und sagt eigentlich alles. Die let­zten Jäger nach ver­bor­ge­nen Schätzen oder gibt es sie noch irgend­wo diese Men­schen, die ins Nir­gend­wo auf­brachen mit der Sehn­sucht nach Reich­tum und der ewigen Geschichte, von einem Tag auf den anderen reich gewor­den und eben­so schnell wieder arm gewor­den zu sein.
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Mir hinge­gen machte es Spaß nach meinem Anhänger aus recycel­tem Glas gefragt zu wer­den, der einen Bruchteil an materiellem Wert zu den Opalen hier hat­te.

Es war heiß und wir trafen uns dann alle im öffentlichen Schwimm­bad. Man beachte: an 2. Stelle der Regeln stand, dass man nicht fluchen und unflätige Wörter ver­wen­den darf. Andere Län­der, andere Sit­ten.

Trotz der Ver­sprechun­gen war die Nacht die heißeste und unan­genehm­ste, unsere erhitzten Kör­p­er waren reine Heizkör­p­er in den kleinen Räu­men unter der Erde.

Um 5 Uhr mor­gens brachen wir dann zum Mond auf. Wer es nicht glaubt, hier unser Bus am Mond. Oder waren wir in Hol­ly­wood? Mad Max III wurde hier gedreht:

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Es war der Tag mit den meis­ten Kilo­me­tern. Coober Pedy — Ulu­ru-Kata Tju­ta Nation­al­park. Viel Wüste und viel son­st nichts, außer wir schw­er über­müdet von den vie­len Son­nenaufgän­gen, die wir die let­zten Tage gese­hen hat­ten (es bedeutete ja immer 1,5 Stun­den früher auf­brechen, damit der Kinder­garten rechtzeit­ig am passenden Platz ankommt.) Wie gern dachte ich an Griechen­land, wo ich ein­fach aus dem Bett kroch, 30m zum Strand ging und erst dann mein Früh­stück machte.

img_8050Und bis jet­zt habe ich noch nichts über die Fliegen erzählt. Hitze, was soll’s, aber Fliegen, die direkt auf meine Augen zufliegen, wenn es im Ohr kitzelt und man sich kratzt und JEDESMAL hat man eine tote Fliege in der Hand, Fliegen, die es zu einem Vergnü­gen machen mit einem Moski­tonetz am Kopf zu essen, nur Mund frei (und wir haben genug von ihnen gegessen). Zurecht hat­ten mir unsere Kühe immer leid getan, wenn 1000e Fliegen um sie schwirrten, nun tat ich mir leid. Es ist genau­so lästig und pen­e­trant wie es aussieht. Sepp war unser Fliegen­jäger vom Dienst, der jeden qua­si von Fliegen abstaubte, wenn wir in den Bus ein­stiegen. Schlangen, Ech­sen, Spin­nen, das alles ist mir ziem­lich wurscht, weil ich ihnen auch wurscht bin, aber nicht den Fliegen. Den Ameisen waren wir nur im Weg, das war was anderes.

Die Wan­derung um den Ulu­ru war großar­tig (bis auf die Fliegen, die beschlossen hat­ten, an diesem Tag beson­ders pen­e­trant zu sein). img_7833
Wie immer ging es mir zu schnell, ich finde das Land viel zu aufre­gend und ich brauche viel mehr Zeit, um das Land in mich aufzunehmen. Trotz der ver­hält­nis­mäßig lan­gen Tour, für die ich mich entsch­ieden hat­te, war es doch viel zu schnell für mich. Ich bin langsam gewor­den und deshalb bin ich auch froh, jet­zt ein paar ruhige Tage zu haben, um alles noch mal Revue passieren zu lassen.

Am näch­sten Tag ging es zu den Olgas heute nen­nt man sie wieder nach ihrem ursprünglichen Namen Kata Tju­ta, was viele Köpfe bedeutet.
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Die gesamte Region ist ein heiliger Platz für Män­ner. 2 Wege führen durch, der Rest sollte nicht betreten wer­den, Val­ley of the Winds und es blaest ein angenehmer Wind, das kann ich euch sagen.

img_8123Im Gegen­satz zum Ulu­ru, der aus ein­heitlichem Sand­stein beste­ht, der an der Ober­fläche ros­tet und innen drin­nen eher gel­blich bis weiß ist, sind die Kata Tju­ta Kon­glom­er­ate von ver­schiede­nen Steinen, dies führte zu dieser Art der Ver­wit­terung.

Ein let­zter Gang durch unser Camp bevor wir zum Kings Canyon auf­brachen.

Tom hielt noch an einem Ock­er­platz und ich durfte alle anderen bemalen 🙂

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Ein let­ztes Mal früh auf­ste­hen, ein let­ztes Mal eine Wan­derung früh am Mor­gen. Und wieder ein Platz zum länger Ver­weilen für mich.

Für euch der Canyon:

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Für mich wieder Mal wun­der­bare Natur:

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Dann ging’s nach Alice Springs. Das war’s in aller Kuerze. Mehr dann wieder daheim.

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