Sonnenstrahlen wer­fen eine Idee ihrer Kraft über den See, der ein Überrest längst ver­gan­gener Zeiten ist. Mir ist, als hätte der Gletscher vergessen, wie er ganz ver­schwinden kön­nte. Überall ruft mir die Eiszeit ganz leise, doch ohne Unterlass zu: ‚Wer schaut, kann find­en. Ich schlafe nur. Meine Größe spielt keine Rolle, es ist ein stetiges Kommen und Gehen.’

Erinnerung aus lang ver­gan­gener Zeit kommt hoch, die Unsicherheit, je etwas richtig zu machen.

Nicht ich stelle diese Frage, denn für mich ist alles richtig. Die anderen besitzen Wahrheiten, von denen ich nichts weiß. Das Geschenk dieser Unsicherheit war immer schon Aufmerksamkeit, die mich mit großer Dankbarkeit erfüllt. Sie lehrte mich zu schauen, ohne zu urteilen. Dieses Beobachten hat einen beson­deren Partner, der den Grund alles Handelns ver­ste­hen wollte.

Und so schaue ich über das Silberland zum Silbersee in die Vergangenheit.

Neuenburger See

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