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Hast du gewußt, dass Suspension Bridge Hängebrücke heißt?

mg_44792x 136 m weit­er und 2x eine Schlucht über­quert, die 70m tiefer lag, hab ich es nicht nur gel­ernt, son­dern auch erfahren, ergan­gen. Samt der japanis­chen Schulk­lasse, die darüber lief: die Capi­lano Sus­pen­sion Bridge. Während Erwach­sene gemäs­sigten (man kön­nte auch sagen verängstigten) Schrittes, die Ein­bah­n­regelung achteten und vor­sichtig, sich an den Teil des Gelän­ders klam­merten, der ihnen zus­tand, liefen diese wahnsin­nig gewor­de­nen Kinder und bracht­en die Brücke noch mehr zum schwanken.

Erfahrun­gen, auf die ich dur­chaus verzicht­en kön­nte, was mir nichts half, als ich mit­ten auf der Brücke am lieb­sten umge­dreht wäre, was aber durch die Hin­ter mir Nachk­om­menden und die mir Ent­ge­gen­stürzen­den erfol­gre­ich ver­hin­dert wurde.

Ich flüsterte der Frau hin­ter mir nur zu: “Can you imag­ine that we payed for it?”
(und zwar sauviel :)) Wir bei­de mussten lacht­en, auch wenn uns gar nicht zum Lachen zumute war, denn wir wussten, da müssen wir wieder rüber, wir hat­ten ger­ade mal 1/4 des Schwankens hin­ter uns gebracht.

Vielle­icht hätte ich meine Mei­n­ung geän­dert, wenn ich vorher gewusst hätte, dass die Abo­rig­i­nal (so wer­den hier First Nation, Indige­nous peo­ple, oder wie wir — poli­tisch unko­r­rekt — Indi­an­er sagen, genan­nt) sie auch “Laugh­ing Bridge” genan­nt hat­ten, wegen ihres Gesangs, wenn der Wind durch­fuhr. Denn sie lacht­en wohl solche Angsthasen wie mich aus.

Ich fluchte auch noch still vor mich hin, warum ich auch immer so neugierig sein muss. Let­zter Tag in Kana­da und ich suche noch immer nach Aben­teuer, als wäre das B&B genan­nte Ding, dass eine Mis­chung zwis­chen Jugend­her­berge und Motel war, und einem Chi­ne­sen gehörte, nicht Aben­teuer genug, oder die bevorste­hende 18-stündi­ge Heim­reise.

mg_4454Ich las, wer schon aller über diese Brücke ging. Das let­zte Mal las ich soviele Berühmtheit­en auf Tor­cel­lo bei meinem Venedigbe­such. Allerd­ings sucht­en sie dort alle das Lokal von Giseppe Cipri­ani und vielle­icht schlürften sie alle einen Belli­ni. Ich hätte es auf jeden Fall so gemacht, wenn es im Jän­ner nicht geschlossen gewe­sen wäre.

Allerd­ings fand ich es sehr beruhi­gend, dass die Brücke ein­er 300 Jahre alten Dou­glas-Tanne stand­hielt, die 2006 auf Grund schw­eren Schneefalls auf die Brücke fiel und nichts passierte. Als man sie ent­fer­nte, ist man allerd­ings doch vor­sichtig genug gewe­sen, sie Stück für Stück abzu­tra­gen und die Stahl­seile wur­den eben­falls ver­stärkt. Man muss ja nicht übertreiben.

mg_4421Als ich aber auf der anderen Seite ankam, wurde ich durch einen reizend angelegten Top­tree-Walk entschädigt. Dies sind zwar auch Hänge­brück­en, aber nicht so weit und nicht so hoch und nur in eine Rich­tung bege­hbar, alles immense Vorteile auf ein­er Hängekon­struk­tion, wie ich heute weiss. Top­trees mag ich. Schon in West­ern Aus­tralia war ich auf einem gewe­sen.

Allerd­ings hin­derte es nicht Japan­er, einen zur Seite zu stoßen, um auf eine Foto zu kom­men. Wie immer und über­all: Hor­den sind unerträglich und das beziehe ich auf keine Natio­nen.mg_4422

Die Rap­toren (ist das nicht ein geil­er Name für einen Greifvo­gel) waren eher ent­täuschend, einen Wan­der­falken und ihn, einen Wüsten­bus­sard oder Harri’s Hawk (passt zum Belli­ni, der in Harry’s Bar in Venedig verkauft wurde :-D. Bit­ter­böse schaute er auf uns neugiere Touris­ten herab.
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Von den Rap­toren (ein­deutiger Hin­weis, dass sie von Dinosauri­ern abstam­men 😉 )hab ich also gese­hen:
Bald Eagle (Seeadler), Turkey Vul­ture (Truthah­ngeier), Falken jede Menge, spot­ted Owl (Fleck­enkauz) und noch einige, die ich nicht iden­ti­fizieren kon­nte.

Ein Spazier­gang zeigte noch ein wenig mys­tis­ches British Colum­bia, die vie­len Leute um mich herum, habe ich mir ein­fach weggedacht und du siehst gar nichts von ihnen.
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