ich bin ganz nah bei mir.
da, wo alles seinen Anfang nimmt
und alles enden wird.

da, wo nur mein Gefühl zuhause ist,
da ist soviel Wunderbares,
aber auch so viel Schmerz.

langsam bekomme ich eine Idee,
wer ich bin,
ohne Mantel der Verleugnung.

ich bekomme Angst,
dass ich nicht mehr weiß,
was tun. die Stimme bricht.

warum nur schmerzt so Vieles,
an diesem Platz ohne Worte,
im Meer der Gefühle?

es geht tief hinunter
in ein unbekanntes Land,
das klarer nicht sein könnte.

die Erinnerung an dieses Land
wurde mir ausgetrieben,
als ob es böse wäre.

es ist so ungeheuer gewaltig.
es ist so unendlich klein.
alles und nichts.

ich bin es nicht mehr gewöhnt
so zu spüren.
noch immer schnapp ich nach Luft.


Aus dem Gedichtband Momente des Abschieds.

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