Manchmal erschrak ich, als ich mir des Lärms rund um mich bewusst wurde. In meinem Büro rauschte die Klimaanlage, die 4 Computer im Raum brummten, seit Neuestem blubberte ein Luftbefeuchter, draußen landete regelmäßig der Hubschrauber, weshalb die Fenster oft geschlossen blieben, denn das Rotieren der Blätter war lauter als alles andere. Um alles besser ignorieren zu können, spielte ich Discjockey. Auch wenn ich Abba nicht wirklich mochte, ich liebte die Reaktion auf sie, die einen tanzten am Zimmer vorbei, von weitem hörte sie jemand pfeifen und die Kollegen im Zimmer sangen falsch mit. Im Pausenraum wurde um die Wette geredet, den Lauten unter ihnen fiel nur auf, wenn die Leisen auch einmal laut auflachten. Manchmal war es keine Pause sondern nur ein Belastungstest und ich musste gehen. Die Heimfahrt in der U6 aufreibend – sie war die lauteste der U-bahnen Wiens -, um ein Hörbuch noch hören zu können, musste ich meinen mp3-Player voll aufdrehen, was mich manchmal noch aggressiver machte. Da waren mir noch nicht einmal die Menschen aufgefallen, die lauthals telefonierten.

Das ist Stadt, da ist mal so.

Weit gefehlt.
Als ich in Nationalparks unterwegs war, konnte ich der Stille zuhören, bis Menschen kamen.
Menschen machen Krach.
Und Flughunde, die sind auch laut.

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